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Igel - stachelige Besucher im Garten

 

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Punkte zu diesem Thema an die Hand geben - das soll Sie nicht abhalten, uns oder andere Stellen im Zweifelsfall direkt um ergänzenden Rat zu bitten...

Grundsätzlich möchten wir betonen, dass es sich bei Igeln um Wildtiere handelt, denen von Natur aus alle Fähigkeiten gegeben sind, den Winter in unseren Breiten eigenständig zu überstehen. Die Tiere fressen sich in den letzten Herbstmonaten genug Reserven an, um an geeigneten Orten den unwirtlichen Winter zu verschlafen...

Ein Garten für den Igel:

Igel fühlen sich in naturnah gestalteten Gärten wohl - hier finden sie Schutz, können ungesehen agieren und finden vor allem genügend Nahrung. Sie können den stacheligen Gesellen also durch verschiedene Maßnahmen in Ihrem Garten die Überwinterung und auch das Leben im Sommer erleichtern:

  • Pflanzen Sie heimische Sträucher, die als Hecke oder Strauchgruppe Igeln (und anderen Tieren) Ruhe und Schutz gewähren.
  • Harken Sie im Herbst anfallendes Laub in solchen oder anderen ruhigen Bereichen in Ihrem Garten zusammen.
  • Bauen Sie einen Igelunterschupf, der mit Laub und Zweigen abgedeckt wird - in solchen "Igelburgen" bringen die Muttertiere auch gerne ihre Jungen zur Welt; Igelkästen sollten also ganzjährig im Garten an einer ruhigen Stelle verbleiben.
  • Naturnahe Bereiche in Ihrem Garten können Igeln übers ganze Jahr hinweg Unterschlupf und Nahrungsquellen bieten - in "Wilden Ecken", ungemähten Wiesenbereichen oder ähnlichen Strukturen findet sich immer sehr viel Kleingetier ein...

Zufütterung:

Im Herbst und auch direkt nach dem Winterschlaf können Sie Igeln in Ihrem Gartenbereich geeignetes Futter anbieten - wir sprechen hier absichtlich von einer "Zufütterung", da sich die Igel als Wildtiere keinesfalls ausschließlich durch solche Futterstellen ernähren sollten! Folgende Futterangebote sind für Igel sinnvoll:

  • Hundetrocken- oder Softfutter
  • Katzenfutter
  • Spezielles Igelfutter aus dem Tierfutterhandel
  • Hart gekochte Eier
  • Wasser zum Trinken (keine Milch - die wird zwar angenommen, kann aber zu Durchfall führen!)

Wasser und Nahrung sollten immer frisch sein! Richten Sie die Futterstelle am besten an einem ruhigen, geschützten Ort im Garten ein; vielleicht direkt in der Nähe eines speziell hergerichteten Winterunterschlupfes.

Weitere Infos > Igelfreundlicher Garten

Notaufnahme:

Igel gehören zu den durch das Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützten Arten. Sie dürfen nur im Falle von Verletzungen oder ernsthaften Erkrankungen in Pflege genommmen werden - und dies auch nur, bis die Tiere wieder gesundet sind! Sollten Sie entsprechende Tiere auffinden, so können Sie folgende Hilfsmaßnahmen ergreifen:

  • Fütterung nach obiger Liste, frisches Wasser bereithalten
  • Unterkühlte Tier leicht wärmen (lauwarme Wärmflasche, evtl. mit Handtuch umwickeln, kein Rotlicht oder Heizkissen verwenden)
  • Vorhandene Fliegeneier oder -maden, Flöhe, Zecken und andere Parasiten entfernen

Sollte der Igel ernsthaft krank erscheinen oder kein Futter annehmen, ziehen Sie bitte einen Tierarzt/-klinik zu Rate!

Als vermutlich hilfsbedürftig sind Igel einzustufen, die bei geschlossener Schneedecke nach Nahrung suchen, die im späten Herbst deutlich weniger als 500 g wiegen, Jungtiere, die außerhalb des Nestes gefunden werden (warten Sie bitte einige Zeit ab, ob noch Elterntiere in der Nähe sind!), apathische, offensichtlich unterernährte oder tagaktive Tiere (im späten Herbst ist die Tagaktivität durchaus normal!).

Igelstationen und weitere Informationen:

Sie können Tiere, deren Pflege oder Behandlung Sie nicht selbst bewerkstelligen können in der Regel bei allen Tierärzten/Tierklinik oder beim nächsten Tierheim abgeben.

Der NABU hält eine Broschüre zum artgerechten Igelschutz für Sie bereit: "Der Igel - Pflegefall oder Outdoorprofi?". Dieses Heft und auch eine "Bauplansammlung für Nisthilfen" (inkl. Bauanleitung für Igel-Überwinterungskasten) können Sie über den NABU bestellen.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.pro-igel.de oder beim Deutschen Tierschutzbund .

 

 

 


 

 

 

 

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